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 Minentaucher trainieren im Mittelmeer (02.05.2009)
Minentaucher: Tieftauchen vor Sardinien
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Minentaucher mit Handsonar
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Der Tauchgang beginnt von einem Schlauchboot... Unter Wasser suchen die Minentaucher
mit einem Handsonargerät und einer Sonde nach ausgelegten Objekten.
Die Orientierung mit Kompass steht ebenfalls auf dem Programm. Hintergrund:
Ende März verlegten die Tauch-Profis aus Eckernförde mit ihrer
gesamten Ausrüstung mit einem Flugzeug vom Typ Transall von der Ostsee
ans Mittelmeer. Auftrag: Tieftauchen und das Training von Einsatzverfahren
zum Lokalisieren von Minen und anderen Sprengmitteln auf dem Meeresgrund.
Warum das Mittelmeer? "Wir können dort unten bei optimalen Wetterbedingungen
hervorragend üben", sagt Thorsten Klinger. Der Kapitänleutnant
ist Chef der Minentaucherkompanie. "In der Ostsee ist es nicht so tief
und die Wetterbedingungen sind im Frühling nicht vorhersehbar - auf
Sardinien sind wir wetterunabhängig und können uns auf das Tauchen
konzentrieren", sagt Klinger. Auch seien dort unten Sichtweiten von über
20 Meter durchaus keine Seltenheit.
Hintergründe zu den Minentauchern
Die Minentaucher gehören neben den Kampfschwimmern und Boarding-Soldaten
zu den Spezialisierten Einsatzkräften der Marine (SEK M). Ihre Tätigkeit
erfordert höchste Einsatzbereitschaft, Teamfähigkeit, Entschlossenheit
und körperliche Leistungsfähigkeit. Allein die Einsatzausrüstung
wiegt über 45 Kilogramm. Die Minentaucher sind mit ihren Fähigkeiten
einzigartig in der Bundeswehr. Sie bedienen Drohnen, vernichten See- und
Landminen oder andere Kampfmittel. Sie sind überall da unentbehrlich,
wo Schiffe nicht operieren können. Zum Beispiel bei der Absuche von
Flachwasserbereichen oder dem Beseitigen von Minen in Hafenanlagen. Die Minentaucherkompanie
ist in drei Züge mit jeweils drei hochmobilen Einsatzgruppen gegliedert.
Die Taucher werden auch an Land eingesetzt. So waren sie schon auf dem Balkan
und in Afghanistan zur Kampfmittelbeseitigung im Einsatz. Momentan sind sie
vor dem Libanon im UN-Einsatz.
Personalprobleme
Die Minentaucher plagen Personalprobleme. Von den 120 Stellen sind nur knapp
die Hälfte besetzt. "Wenn das so weiter geht droht uns der Verlust
einer einzigartigen Fähigkeit", erklärt Klinger und nennt zwei
Gründe: "Die körperlichen Anforderungen sind sehr hoch, ausreichend
qualifizierte Bewerber finden sich kaum noch", sagt Klinger. Ein weiterer
Grund sei die Erhöhung der Zulagen von den deutschen Spezialkräften,
zu denen die Minentaucher als so genannte Spezialisierte Kräfte nicht
gehören. So würden die Kommandosoldaten des Heeres oder die Kampfschwimmer
neuerdings knapp 900 Euro brutto monatlich erhalten. "Wir Minentaucher
bekommen vergleichsweise 330 Euro brutto - da zieht es mögliche Aspiranten
natürlich zu den anderen Einheiten", ergänzt Klinger. Für
eine Ausbildung zum Minentaucher kann sich sowohl jeder Soldat der Bundeswehr
als auch ungediente Deutsche bewerben. Voraussetzung ist die körperliche
Eignung sowie ein mittlerer Bildungsabschluss. Die Ausbildung dauert bis
zu drei Jahre. (Siehe Meldung: Petition beim Bundestag vom 10.4.09).
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 |  Fotografiert von : Andreas Plützer | |





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